17.11.2017

EFT - Emotional Freedom Techniques

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Darum arbeite ich so gerne damit

Ob bei der Anwendung in meiner Praxis, in der Gruppenarbeit, bei Seminaren und Workshops: ich bin immer wieder begeistert von der Wirkung von EFT. Noch heute staune ich darüber, wie etwas so einfach Anzuwendendes diese Wirkung haben kann. Bisher hat sich jedes Mal etwas bewegt, oft ganz Unerwartetes:

Eine Frau nahm an einer meiner EFT-Gruppen teil. Sie brachte ein Thema mit, das sie hier bearbeiten wollte. Tatsächlich spürte sie eine Veränderung und Erleichterung in Bezug auf ihr Anliegen. Ein Nebeneffekt dieses Abends kam für sie völlig überraschend: Am nächsten Tag schmeckten ihr, einer bisher leidenschaftlichen Raucherin, die Zigaretten nicht mehr. Sie war unbeabsichtigt Nichtraucherin geworden und ist es bis heute - 5 Jahre später - immer noch.

In einem anderen Fall nahm ein Bekannter aus purer Neugier an der Gruppe teil. Er gab an, gerade kein Problem zu haben und klopfte "einfach nur so" in jeder Runde die Meridianpunkte bei sich selbst mit. Am nächsten Tag rief er mich ganz aufgeregt an. Er könne es gar nicht glauben, aber "sie sind weg, einfach so - weg!" Auf meine Nachfrage, wer denn "sie" seien, antwortete er: "Meine Schmerzen im rechten Arm! Ich hatte mich so an sie gewöhnt, dass ich das nicht erwähnenswert fand. Kein Arzt hat eine Ursache für mein Problem gefunden. Ich wurde eher als Simulant hingestellt. Also hatte ich bereits aufgegeben. Und jetzt das. Ich bin baff!"

Wieder so ein "Zufallsprodukt".....

Mit Hilfe von EFT bin ich selbst meine langjährige Obst- und Pollenallergie losgeworden. Das sind nur ein paar Erfolgsgeschichten von vielen, die ich über die Jahre miterleben durfte.

Wegen der oft spürbar raschen Veränderungen binde ich EFT immer wieder gerne in die Therapie mit ein.

Ist das nicht nur wieder so ein Eso-Hokus-Pokus?

Seit 2012 ist EFT als "evidenzbasierte Methode" von der APA (American Psychological Association) als wissenschaftlich fundierte Therapiemethode anerkannt worden. Die APA ist der größte Psychologenverband der Welt. Inzwischen gibt es viele wissenschaftliche Studien. Von 42 Untersuchungen hat die Staffordshire University, England, sieben einer näheren Betrachtung unterzogen. Diese sieben entsprachen den Qualitätsstandards solcher Studien. Dazu gehört u.a. immer eine Kontrollgruppe zum Vergleichen mit der Studiengruppe.
Prof. Tony Stewart, Dr. Liz Boath und A. Carrier kamen zu diesem Ergebnis:

"Es zeigte sich, dass EFT effektiv ist bei der Behandlung von PTBS (Posttraumatischen Belastungsstörungen), Fibromyalgie, Phobien, Prüfungsangst und zur Verbesserung sportlicher Leistungen."

Hier ist die komplette Studie zu finden.

EFT wirkte besser als Zwerchfellatmung, Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen, eine inspirierende Lektüre oder eine Unterstützergruppe. Angesichts der methodischen Grenzen für eine EFT-Kontrollgruppe werden weitere qualitativ hochwertige Untersuchungen angestrebt.

Was ist EFT?

EFT, in Deutschland auch einfach "Klopfen" genannt, ist eine Art "Klopfakupressur". Man stimuliert bei dieser Technik bestimmte Meridian- bzw. Energiepunkte.

Die Basisannahme bei EFT ist:

Grund aller negativen Emotionen ist eine Störung im Energiesystem des Körpers

Die meisten körperlichen Symptome sind Ausdruck verdrängter, nicht bewusster und unbearbeiteter seelischer Konflikte. Warum das so ist, schreibe ich in einem der folgenden Blogs. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.

Diese beiden Thesen erklären, warum EFT sowohl bei psychischen als auch bei körperlichen Beschwerden einsetzbar ist.

Für welche Anliegen ist EFT geeignet?

Gary Craig, der Begründer des "Official EFT", sagt: "Try it on everything" (versuche es bei allem).
Da bei körperlichen als auch seelischen Problemen immer der Energiefluss auf den Meridianen gestört ist und EFT dazu beiträgt, dass diese Störungen wieder behoben werden, hilft es auf den unterschiedlichsten Gebieten: ob Ängste, Phobien, Depressionen, Trauer, unerfüllter Kinderwunsch, wenig förderliche Angewohnheiten, Lernschwierigkeiten, chronische bzw. akute Krankheitssymptome oder aber der Wunsch, seine Leistung auf einem Gebiet zu verbessern (u.v.m). Überall sind schon erstaunliche Ergebnisse mit dem Klopfen erzielt worden.

Was hat EFT mit emotionaler Freiheit zu tun?

Jeder Mensch bildet im Laufe seines Lebens bestimmte Gedanken- und in deren Folge die passenden Verhaltensmuster aus. Bei ständigen Wiederholungen vernetzen sich einige Nervenbahnen miteinander. Es werden immer wieder die gleichen Botenstoffe an die Körperzellen gesendet und diese "Verdrahtungen" und Chemiecocktails rufen individuelle Gefühle hervor. Bei ungünstiger "Verdrahtung" hilft EFT, diese Verbindungen nach und nach zu entflechten und neue, förderliche Schaltungen zwischen den Nervenfasern zu stimulieren. Mit negativen Gedankenschleifen sind wir in unserer Handlung eingeschränkt; wir sehen keinen Ausweg aus unserem Dilemma. EFT hilft bei der Beseitigung dieser Blockaden und führt so an Lösungen heran und damit in die emotionale Freiheit.

EFT in der Therapiepraxis und für Selbstanwender.

Sowohl psychische als auch physische Belastungen sind meist Ausdruck mehrerer, tiefer liegender Aspekte. Deshalb ist es ratsam, sich in die Hände einer erfahrenen Therapeutin zu begeben. Hier müssen die einzelnen "Zwiebelschalen" eines Themas nach und nach sorgsam abgeschält werden. EFT ist für mich in der Therapie ein hilfreiches Instrument, Unbewusstes auf sanfte Art and die Oberfläche zu holen, aber ich nutze auch weitere Verfahren im Laufe der Sitzungen; so, wie es sich gerade in der jeweiligen Situation anbietet. Bei komplexen Problemen oder sehr schwerwiegenden Vorerlebnissen eines Klienten ist die Begleitung und der Schutz durch einen geschulten Behandler unumgänglich. In der Therapie kann die Klientin das Klopfen erlernen und zu Hause die eigenen Heilungsprozesse damit fördern. Wenn ich mich von einer Ärztin bei Grippe mit Medikamenten behandeln lasse, kann ich meinen Teil zur Genesung beitragen, indem ich zu Hause zusätzlich inhaliere, ausreichend trinke und mich gründlich ausruhe. So verstehe ich ganzheitliche Heilung.

Einmal gelernt, ist EFT auch für Selbstanwenderinnen vielfach einsetzbar. Nicht nur bei sich selbst, sondern auch an anderen Personen, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht ausführen können, kann der Laie klopfen. Es geht auch, wenn man als Stellvertreter für eine nicht anwesende Person oder sogar ein Tier an sich selbst die Meridianpunkte bearbeitet. Um jemanden zu beruhigen, der gerade ein schockierendes Erlebnis hatte, kann man bei ihm eine Handkante sanft beklopfen, während man ihm gut zuredet.
Eine Kollegin hat es sogar geschafft, jemanden mit Stellvertreter-EFT aus seinem Koma zu holen. Er litt an einer tropischen Krankheit, die oft erst zur Bewusstlosigkeit und nicht selten dann zum Tod führt.

EFT ist ein so wunderbares Werkzeug, dass es jeder Mensch schon im Kindesalter lernen sollte!

EFT-Workshops

Für Interessierte, die EFT als Selbstanwender lernen oder damit als Arzt, Krankenschwester/-pfleger, Hebamme, Altenpfleger, Therapeut anderer Fachrichtungen oder Coach arbeiten wollen, biete ich verschiedene EFT-Module an. Block I (zusammen mit Block II Grundlage für alle weiterführenden Module) findet im Januar statt. In den Workshops wird das Gelernte natürlich auch in die Praxis umgesetzt. Dabei merken die Teilnehmer, dass sich während des Unterrichts auch so einiges bei ihnen bewegt bzw. verändert. Selbsterfahrung ist die beste Grundlage für eine gute Arbeit mit EFT.

Anmerkung##:

„Die Technik EFT, die ich hier lehre, ausbilde, veröffentliche , trägt zwar den Geist des Entwicklers, Gary Craig; Sie stellt jedoch ##mein persönlis Verständnis## der Anwendung dar.

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